Wichtiger Hinweis

Das für die Tiegelherstellung verwendete Material besteht zum größten Teil aus Keramik. Diese hat die unangenehme Eigenschaft einer hohen Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen, wie sie beim Aufschmelzen von Platinlegierungen auftreten. Aufgrund dessen muß man andere auf dem Markt befindliche Produkte vorheizen. Das heißt, den Tiegel vor dem Einsetzen in die Maschine langsam auf eine Temperatur von ungefähr 900°C - 1000°C bringen. Anschließend muß man diesen so vorgeheizten Tiegel in die Maschine einsetzen. Nach dem Abgießen müssen diese Tiegel wiederum in einem Ofen langsam heruntergekühlt werden. Sehen Sie hierzu auch die Anmerkungen am Textende.

Nicht so bei unseren Tiegeln!!!

Bitte füllen Sie unsere Tiegel in kaltem Zustand. Das heißt bei Raumtemperatur.

Schmelzen Sie das in dem Tiegel befindliche Metall schnellstmöglich und gießen es ab.

Lassen Sie den Tiegel auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Sie ihn wieder benutzen.

Bei unseren Tiegeln ist ein Herunterkühlen im Ofen nicht erforderlich.

Ein weiterer Vorteil ist der Energiespareffekt. Durch die etwas geringere Wandstärke unserer Tiegel sowie dem geänderten Kornaufbau wurde erreicht, daß die von der Gießanlage produzierte induktive Heizenergie leichter durch den Tiegel hindurch auf das Metall übertragen werden kann. Hierdurch wird weniger Energie vom Tiegel absorbiert, und Ihre Anlage kann mit einer geringeren Leistungsstufe -und somit weniger Energieaufwand- die gleiche Schmelzleistung erbringen, was nicht zuletzt auch eine längere Lebensdauer der Gießanlage zur Folge hat.

Sicherlich kennen Sie das Problem, wenn der Schmelztiegel seinen Dienst geleistet hat, befindet sich noch eine größere Menge an Edelmetall - insbesondere Platin- in dem Tiegel. Dieses hat sich regelrecht in die Keramik hineingeschmolzen. Hierdurch wird Kapital gebunden. Dieses Kapital fließt zwar in Ihr Unternehmen nach der Edelmetallscheidung zurück, aber ein gewisser Verlust läßt sich nicht verhindern. Uns gelang es jedoch nach vielen Versuchen, schon das Anlagern des Edelmetalls in dem Tiegel auf ein Minimum zu reduzieren .

Um eine möglichst hohe Lebensdauer zu erreichen, lassen Sie unsere Tiegel nach einem Guss auf Raumtemperatur abkühlen, so können sie ihn deutlich länger einsetzen als herkömmliche Tiegel.

 

 

Mechanische Zerstörung durch thermische Ausdehnung

Gründe

Während des Schmelzprozesses dehnt sich das Metall stärker aus als die Keramik. Metallwürfel und Gussteile können sich im Tiegel verkeilen. (Bild 3).

Während des Aufheizens führt das zu karakteristischen Zerstörungen des Tiegels. Ausgehend vom zentralen Druckpunkt verlaufen feine spinnennetzähnliche Risse nach außen. (Bild 1).

Oft entsteht ein Loch aufgrund des zu starken Druckes. Das resultierende Loch ist ein Konus. Beginnend von der Tiegelinnenseite und nach außen hin immer größer werdend. (Bild 4).

Problemlösung

Auf alle Fälle sollte ein Verkeilen des Schmelzgutes im Tiegelinneren vermieden werden.

Das Metall muss sich lose im Tiegel befinden. Es benötigt genügend Platz, um sich während der Heizphase ausdehnen zu können.

Bild 1
Bild 1
Bild 2
Bild 2
Bild 3
Bild 3
Bild 4
Bild 4

Verglasung

 

Bei den hier aufgeschnittenen Tiegeln ist deutlich der Unterschied zwischen den Tiger-Tiegeln und jenen der Konkurrenz ersichtlich. Während sich bei den Tiegeln der Mitbewerber eine deutliche Verglasung abzeichnet, ist diese bei unseren Tiegeln extrem minimal. Da immer wieder Teile des verglasten Tiegelmaterials ins Schmelzgut und somit in den fertigen Guss gelangen ist ein deutlicher Qualitätsunterschied im fertigen Guss die zwingende Folge. Der Tiegel der Mitbewerber muss somit durch einen neuen Tiegel ersetzt werden.

 

Diese Tiegel wurden uns zugeschickt, weil der Kunde meinte, die Tiegel der Konkurrenz hielten länger, da in deren Tiegelwandung keine Risse wie bei unseren Tiegeln zu sehen waren. Der Anwender hatte die Befürchtung, dass die für ihn sichtbaren Risse durch den kompletten Tiegel gehen würden und er ihn daher fortwerfen müsse. Wie ein Schnitt durch den Tiegel jedoch zeigt, ist diese Befürchtung völlig unnötig. Die Risse verlieren sich nach nur wenigen zehntel Millimetern.